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Expertenwissen

Vier goldene Regeln für erfolgreiches Investieren

Würden Sie Auto fahren, ohne die Verkehrsregeln zu kennen? Wohl kaum. Denn Regeln haben einen guten Grund. Sie führen Sie zuverlässig zum Ziel. Nicht anders beim Anlegen. Mit Regeln werden Sie Ihre Anlageziele besser erreichen. Die gute Nachricht vorne weg: Es sind nur wenige, an die Sie sich halten müssen. Umso wichtiger ist es aber, diese konsequent einzuhalten. Aber aufgepasst: Wie auch im Strassenverkehr müssen Sie selbst dafür sorgen, dass Sie diese einhalten. Selbstdisziplin ist also gefragt.

von Alexa Ipen, März 14, 2018
Gelesen in: 5 min

IN KÜRZE

Regel 1: Durchhalten und über lange Zeit investiert bleiben: Legen Sie Ihr Geld langfristig an.

  • Zur Erinnerung: Die globalen Aktienmärkte haben trotz verschiedener und heftiger Rückschläge über die letzten dreissig Jahren im Schnitt 11.9% pro Jahr Performance erzielt.

Regel 2: Hin und her macht Tasche leer: Reduzieren Sie Käufe und Verkäufe von Wertpapieren auf das notwendige Minimum.

  • Versuchen Sie nicht den Markt auszutricksen. Sie sind weder schlauer noch besser informiert als die Gesamtheit der Anleger. 

Regel 3: Nicht alle Eier in den gleichen Korb legen: Verteilen Sie Ihr Geld auf viele, verschiedene Anlagen.

  • Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen es: Verteilen Sie Ihr investiertes Vermögen auf mehrere, verschiedene Anlagen und Sie reduzieren Ihr Anlagerisiko beträchtlich.

Regel 4: Kosten fressen Ihre Gewinne auf: Investieren Sie zu möglichst tiefen Kosten.

  • Vergessen Sie nicht: Die meisten Gebühren in der Vermögensverwaltung fallen jährlich an und beeinflussen Ihre Rendite somit negativ Jahr für Jahr.


Golden rules



Regel 1: Legen Sie Ihr Geld langfristig an

Erfolgreiches Investieren setzt einen genügend langen Anlagehorizont voraus. Gemeint ist hier die Länge des Zeitraums bis Sie Ihr investiertes Geld wieder benötigen, um sich davon entweder etwas zu kaufen (wie beispielsweise eine Reise, eine neue Küche oder auch eine Immobilie) oder aber Ihr Einkommen zu sichern. Je länger Ihr Geld investiert bleiben kann, desto besser.

An den Finanzmärkten kann es Zeiten extremer Turbulenzen geben, verursacht durch Wirtschaftsentwicklungen oder durch unberechenbares Anlegerverhalten. Bei vielen Anlagen mussten in der Vergangenheit kurzfristig erhebliche Einbussen hingenommen werden, jedoch haben sich die Märkte in der Regel mit der Zeit wieder erholt. Dabei gilt: Je länger der Anlagehorizont, umso grösser die Wahrscheinlichkeit einer Erholung. So haben zum Beispiel die Aktienkurse, trotz der massiven Kurskorrektur während der Finanzkrise, im letzten Jahr vielerorts neue Höchststände erreicht.

Zudem profitieren Sie mit zunehmendem Anlagehorizont vom Zinseszinseffekt. Dieser tritt ein, wenn die jährlichen Zinsen oder Dividenden einer Geldanlage wieder investiert werden und im nächsten Jahr wieder zusätzliche Erträge generieren.

Einer der grossen Vorteile der langfristigen Veranlagung ist letztlich, dass emotionale Kurzschlüsse weniger wahrscheinlich werden. Eine einzelne Anlage in Ihrem Portfolio, die an einem Tag 5% verliert, wird Ihnen kaum schlaflose Nächte bereiten, wenn Sie Ihr Portfolio über Jahre halten wollen. 


Regel 2: Reduzieren Sie Käufe und Verkäufe von Wertpapieren auf ein Minimum

Die zweite Regel die Sie beim Investieren beherzigen sollten, ist Disziplin. 

Wieso spielt Disziplin ausgerechnet beim Anlegen eine zentrale Rolle ? Weil zu wenig Disziplin und zu viel Aktivismus Ihre Anlagerendite massgeblich gefährden können. Immer wieder verfallen Anleger der Versuchung "market timing" zu betreiben. Sie kaufen oder verkaufen ihre Anlagen in der Annahme steigender oder fallender Kurse und verändern damit immer wieder ihre persönliche Anlagestrategie. 

Hand aufs Herz, wie oft ist es Ihnen nicht schon selbst so ergangen, dass Sie die Geduld verloren und Ihre fallenden Aktien mit Verlust verkauft haben, dies mit der Absicht, später wieder einzusteigen? Wer jedoch häufig handelt, hat nicht nur deutlich höhere Handelskosten, sondern läuft auch Gefahr, die stärksten Anstiege an den Märkten schlicht weg zu verpassen, da man meist verzögert erst wieder einsteigt. Langfristig erwirtschaften Sie damit eine tiefere Rendite, als wenn Sie diszipliniert in Ihrer Anlagestrategie geblieben wären, auch wenn die Kurse sich zeitweise nicht so entwickeln wie gewünscht.  Die nachfolgende Graphik zeigt dies eindrücklich. Hätten Sie letztes Jahr die 10 besten Börsentage an der Schweizer Börse verpasst, so wäre Ihre Rendite von 15% auf knapp über 0% gefallen. Die Konsequenz ist klar: Bleiben Sie diszipliniert und permanent investiert.



Abbildung 2: Rendite ohne Berücksichtigung der besten Börsentage


MIssing out

Daten: SIX Swiss Exchange - Swiss Performance Index 2017



Regel 3: Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Anlagen

Die Risikostreuung oder Diversifikation ist der dritte Grundsatz. Diversifikation beschreibt die Verteilung der Risiken einer Geldanlage auf mehrere Risikoträger. Und nicht nur das, diese Verteilung sollte auch noch eine möglichst geringe Korrelation aufweisen. Unter Letzterem versteht man wiederum die gegenseitige Wechselwirkung der Preise zweier oder mehrerer Anlagen.

Auch wenn das zunächst einmal kompliziert klingt, so lohnt es sich doch, sie zu verstehen. 

Schon vor 2000 Jahren war es bei den Babyloniern üblich, sein Vermögen zu gleichen Teilen in Land, Geschäften und Liquidität zu halten. Diese "naive", also willkürliche Diversifikation beschreibt bei der Portfoliobildung die Aufteilung des Vermögens auf mehrere Anlageobjekte, deren Wert sich unterschiedlich entwickelt. Das Ziel ist, das  Risiko des Portfolios zu verringern. So ist die Wahrscheinlichkeit einen hohen Verlust zu erzielen, demnach bei einem Portfolio mit vielen verschiedenen Wertpapieren geringer, als bei einem Portfolio das aus einer Aktie besteht. 

Gezielt die Anlagen zu streuen, heisst aber noch viel mehr, als nur in verschiedene Aktien zu investieren. Ebenso wichtig ist es, Ihr Geld nicht nur in Aktien, sondern auch auf andere Anlagekategorien wie Obligationen und Sachwerte, aber auch auf viele unterschiedliche Länder und Branchen zu verteilen.

Anlagefonds und ETF bieten innerhalb eines einzelnen Produkts einen Mix aus verschiedenen Anlagen und offerieren damit bereits für kleine Anlagebeträge eine gute Diversifikation. 


Regel 4: Investieren Sie zu möglichst tiefen Kosten

Irrtümlicherweise achten viele Anleger nur auf die mögliche Rendite und vergessen dabei die anfallenden Kosten. Für einen langfristig erfolgreichen Vermögensaufbau bilden tiefe Kosten die vierte zentrale Voraussetzung.

Hohe Kosten entstehen einerseits aufgrund teurer Anlageprodukte und hoher Beratungsgebühren, andererseits aber auch durch zu häufiges Umschichten des Portfolios und den damit verbundenen Transaktionskosten. Deswegen versuchen wir mit unserem Ansatz nicht nur, Ihre Handelsaktivitäten minimal zu halten (siehe auch Regel 2), sondern arbeiten auch ganz bewusst mit der Swissquote Bank zusammen. Die Swissquote Bank verfügt bei den Depot- und Transaktionskosten über äusserst attraktive Konditionen, von denen Sie auch bei Clear Minds profitieren können.

Die Gesamtkosten für den Anleger sind für Laien auf den ersten Blick selten zu erkennen - fragen Sie deshalb  bei Ihrem Anlageberater nach und vergleichen Sie immer mit anderen Angeboten.




Ihre Vorteile mit der Clear Minds Anlageberatung

Bei Clear Minds setzen wir bei der Zusammenstellung Ihres Portfoliovorschlages sowie der laufenden Portfolioüberwachung konsequent auf diese vier Grundsätze.


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